 |
        |
 |
|
|
|
Zwei Welten |
|
|
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
Die niederländische Fotografin Annet van der Voort (2. von links) präsentiert im Lippe-Berufskolleg ihre Ausstellung »Zwei Welten«. Bei der Ausstellungseröffnung waren mit dabei: Sabine Pfeffer (stellv. Bürgermeisterin Stadt Lippstadt), DGB Kreisvorsitzender Holger Schild, Roswitha Lauber (GEW) und Frank Wolter, stellv. Schulleiter Lippe-Berufskolleg (von links).
|
|
|
Annet van der Voort präsentiert »Zwei Welten« |
|
|
»Migration« ist ein weltweites Phänomen; Menschen, die im jugendlichen Alter von 15 bis 20 Jahren ihre Heimat verlassen mussten, hat die aus den Niederlanden stammende Fotografin Annet van der Voort fotografiert und damit die »Zwei Welten«, in denen die Betroffenen leben, dokumentiert. Präsentiert wird die Arbeit auf Einladung des DGB Kreisverbandes Soest in Zusammenarbeit mit dem GEW Ortsverband Lippstadt noch bis zum 20. Mai im Forum des Lippstädter Lippe-Berufskollegs.
Zur Ausstellungseröffnung berichtete Annet van der Voort anschaulich über ihre Erfahrungen im Kontakt mit den Migrantinnen und Migranten. Mit vielen ist sie immer noch in Kontakt, nimmt weiter an deren Leben teil. Auch ihre Arbeit beschränkte sich nicht auf die reine Fotografie: In sehr persönlichen Gesprächen mit den jungen Menschen entwickelte sich ein Panorama von Lebensläufen, Lebensentwürfen und Lebenswünschen, das als kurzer Text neben den Fotos präsentiert wird.
Bei den Fotografien beschränkte sich Annet van der Voort auf die Menschen. Störende und ablenkende Hintergründe fehlen, auch forderte sie kein „Bitte lächeln“ von den Porträtierten. Stattdessen sollten sie im Vertrauen auf die Fotografin sich selbst so normal wie möglich präsentieren.
Annet van der Voort half bei dieser Arbeit ihre eigene Biografie: Als Niederländerin zog es sie nach Belgien und jetzt in das Münsterland. Die Fragen, wo und wie die eigene »Heimat« zu finden ist, welche Wünsche und Hoffnungen einen Menschen bewegen, seinen Wohnort zu wechseln und die Gefühle bei Ankunft in der Fremde hat sie selbst erlebt – wenngleich in weniger existenzieller Form.
Die Wanderausstellung wird seit 2008 von Arbeit und Leben DGB/VHS NW präsentiert und ist auf Einladung des DGB Kreisverbandes in Lippstadt »angekommen«. In Zusammenarbeit mit dem GEW Ortsverband Lippstadt und dem Lippe-Berufskolleg wird sie im dortigen Forum präsentiert. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag von 8:30 bis 15:30 Uhr zu sehen, Besuchsmöglichkeiten außerhalb dieser Öffnungszeiten können unter 029 41-29 00 42 vereinbart werden.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Zwei Welten heißt die Ausstellung von Annet van der Voort, die Arbeit und Leben DGB/VHS Nordrhein-Westfalen e.V. als Wanderausstellung zeigt. Die Förderung interkultureller Begegnungen im Kontext von Migration und Integration gehört zu den wichtigsten Bildungszielen von Arbeit und Leben. Wir sind stolz darauf, mit dieser ambitionierten Fotoausstellung einen Beitrag zum Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs leisten zu können. Der DGB Kreisverband Soest, der GEW Ortsverband Lippstadt und das Lippe Berufskolleg präsentieren die Aussterllung vom 05. bis 22. Mai in Lippstadt. Hier bekommen Sie die Einladung dazu. [1.138 KB]
|
|
|
|
|
|
Migration ist längst ein weltweites Phänomen. Menschen verlassen ihre Heimat, die einen gezwungenermaßen, die anderen freiwillig. Die Ankunft in einem anderen Land ist oft von Hoffnungen und neuen Zukunftsperspektiven geprägt, bedeutet auf Dauer aber immer auch einen Verlust kultureller, sprachlicher und gesellschaftlicher Identität.
Junge Menschen, Migrantinnen und Migranten zwischen 15 und 20 Jahre alt und aus 50 verschiedenen Herkunftsländern stammend, hat die in den Niederlanden aufgewachsene Foto-Designerin Annet van der Voort aufgesucht, interviewt und vor die Kamera gebeten. Sie begegnen uns offen und unverstellt, ungeschützt und ernst, porträtiert ohne ablenkende Alltagsszenerien. Jede Fotografie wurde mit kurzen, sehr persönlichen Interviewaussagen kombiniert.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Junge Menschen aus einer Vielzahl von Ländern leben längst unter uns. Sie stammen z.B. aus England, Holland und Irland, aus Italien, Spanien und Portugal, aus Polen und Russland, Rumänien, Bulgarien und den Nachfolgestaaten Ex-Jugoslawiens, aus der Türkei, aus Krisengebieten wie Afghanistan, Irak, Tschetschenien, Palästina, Libanon oder Sri Lanka, aus afrikanischen und ostasiatischen Ländern, aus Mittel- oder Südamerika. Sie alle leben in und mit zwei Welten, sie alle versuchen, zwischen eigener Herkunft und neuer Lebenswelt eine Ausrichtung für ihr Leben zu finden. Sie müssen sich mit ihrem Fremd- und Anderssein auseinandersetzen und wie ihre hier geborenen Altersgenossen träumen sie von Akzeptanz, Glück, Wohlstand und Erfolg. Ihre Erwartungen an die Zukunft sind stets aber auch von Erinnerungen aus ihrem Herkunftsland geprägt.
Entstanden ist ein Panorama von Lebensläufen und Lebensentwürfen, das dem vielgestaltigen Thema Migration und Interkulturalität konkrete Gesichter und Stimmen verleiht.
|
|
|
|
|
|
Das Begleitbuch »Zwei Welten« ist bei der Edition Braus im Wachter Verlag, Heidelberg, erschienen. Es umfasst 50 Portraits junger Migrantinnen und Migranten aus 50 verschiedenen Herkunftsländern, darunter auch die 26 für die Wanderausstellung ausgewählten. Außerdem enthält der aufwändig gestaltete Band ein Grußwort des Ministers für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Nordrhein-Westfalen Armin Laschet und ein Vor- sowie ein Nachwort der Künstlerin Annet van der Voort 5. Der Band ist im Buchhandel zum Preis von € 29,90 erhältlich. (ISBN: 978-3-89904-292-4)
|
 |

|
|
|
Druckbare Version
|
|
|
DGB Kreis Soest 1. Mai 2011
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
|