Mai-Rede Holger Schild


DGB Kreisvorsitzender Holger Schild begrüßte die Anwesenden und stimmte auf die Mai-Rede der Kollegin Obermeyr ein.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Ich begrüße Euch und Sie recht herzlich hier auf dem schönen Marktplatz in Lippstadt zu unserer diesjährigen Maiveranstaltung des DGB Kreisverbandes Soest.

Besonders begrüßen möchte ich die Abgeordneten aus den Parlamenten unseres Landes – vom europäischen Parlament, dem Bundestag und Landtag und natürlich die Kommunalpolitiker; stellvertretend für alle Kommunalpolitiker Frau Bürgermeisterin Pfeffer, die gleich ein Grußwort an uns richten wird.

Begrüßen möchte ich auch alle Kolleginnen und Kollegen, die heute aktiv mitwirken – bei der Vorbereitung unserer Maifeier, an den Ständen und die so zum Gelingen unserer Maifeier ihren ganz persönlichen Beitrag leisten. Vielen Dank dafür!

Die wahrscheinlich längste Anreise zu unserer Kundgebung hat die Kollegin Ulrike Obermayr vom Hauptvorstand der IG Metall aus Frankfurt. Sie ist die Hauptrednerin unserer heutigen Kundgebung. Liebe Ulrike, herzlich willkommen bei uns.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren!

Faire Löhne - gute Arbeit – soziale Sicherheit: Das ist das Mindeste! So lautet das Motto der DGB Kundgebungen und Veranstaltungen zum heutigen Tag der Arbeit. Wir fordern damit nicht mehr als eine gerechtere Arbeitswelt, in der die tagtägliche Leistung der Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz auch entsprechend anerkannt und entlohnt wird!

Doch die Wirklichkeit in den Betrieben sieht oft anders aus:

Eine zunehmende Zahl an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist neben der täglichen Arbeit auf einen Zweitjob angewiesen, um am Ende vom Geld nicht noch so viel Monat übrig zu haben.

Die Zahl der Leiharbeiter ist wieder dramatisch gestiegen – innerhalb eines guten Jahres um 370.000 Menschen auf jetzt fast eine Millionen Beschäftigte. Mehr als ein Drittel der Arbeitgeber richten sich häuslich mit Leiharbeit und Befristungen ein: Schon jetzt ist jede dritte offene Stelle in der Leiharbeit!

Doch was heißt Leiharbeit konkret?

Leiharbeiter verdienen bis zu 50 Prozent weniger als die fest angestellten Kolleginnen und Kollegen,mehr als die Hälfte der Leiharbeiter ist unter 36 Jahre alt,

jeder neunte Leiharbeiter muss neben der Arbeit zum Jobcenter und bezieht ergänzendes Arbeitslosengeld II (Hartz IV).



Damit subventioniert der Steuerzahler die Arbeitgeber mit 500 Millionen Euro, und das Jahr für Jahr!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, meine sehr geehrten Damen und Herren!

Es muss in Deutschland Schluss sein mit Arbeit, die arm macht.

Seit Peter Hartz, die Bertelsmann-Stiftung und Rot-Grün-Schwarz-Gelbe Politiker den Arbeitsmarkt reformierten, ist die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten von 4,4 Millionen auf 6,5 Millionen Menschen explodiert.

So kann eine demokratische Gesellschaft nicht funktionieren, liebe Kolleginnen und Kollegen, meine sehr geehrten Damen und Herren. Wer solche Zustände zulässt, der schafft die Umstände, die Menschen auf die Straßen bringt – auch hier und heute in Lippstadt.

Deshalb fordern wir Gewerkschafter:

Faire Löhne - gute Arbeit – soziale Sicherheit: Das ist das Mindeste!

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Das Wort hat nun Frau Bürgermeisterin Pfeffer.


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Mai-Rede Ulrike Obermayr
Karsamstag 2011